Geschichte der Historischen Bratwurstküche

Zum goldenen Stern anno 1419

Das Original Zirkelschmiedsgasse 26, auf dem Hohen Pflaster zu Nürnberg -
die älteste Bratwurstküche der Welt

Neben der Burg und dem ehemaligen Egidienkloster gehört die Gegend um die Kirche Sankt Jakob zu den
frühesten Siedlungszentren von Nürnberg. Wechselvoll sind die Eigentumsverhältnisse dieses Gebietes,
der Keimzelle der Pfarrgemeinde Sankt Lorenz.
Ursprünglich Königsland wurde es vom Burggrafen in den Wirren des Interregnums usurpiert und
1304 von Burggraf Konrad dem Deutschen Orden geschenkt. Im 15. Jahrhundert erwirbt der
Nürnberger Rat die Erbzinse des Ordens auf die inzwischen besiedelten Parzellen.

1419 Im Zusammenhang mit dem Erbzins wird das Anwesen Zirkelschmiedsgasse 26, damals "auf dem
hohen Pflaster"- erstmals urkundlich erwähnt. Wahrscheinlich war es eines der ersten Häuser, die
um 1375 gebaut wurden. Es besteht aus zwei Häusern und für jedes Haus zu zinsen: "jährlich 60
Haller an Walpurgen und am Martinstag, sowie eine Henne zur Faßnacht." (Es dürfte nicht die
fetteste Henne gewesen sein.)
Die Stadt Nürnberg versucht, den durch den 30jährigen Krieg angewachsenen Bestand von Wirtshäusern
zu begrenzen. Wieder taucht die Zirkelschmiedsgasse 26 in das Licht der Geschichte.
1640 Das Wirtshaus “Zum Gulden Stern” wird in die gehobene Kategorie der Speisehäuser eingeordnet.
1641 Es wird das selten vergebene Recht zugestanden, Hausschlachtungen von Schweinen durchzuführen.
1740 Dem Umgeldamt der Stadt wird zur Erhaltung der Weinschenkgerechtsame zugesagt, einen Weinvorrat einzulagern.
1980 Martin Hilleprandt erwirbt das Anwesen mit der “Abbruchgenehmigung”. Das älteste - und eines der schönsten - Wirtshäuser von Nürnberg wurde gerettet und unter Mithilfe der Altstadtfreunde saniert.
  Der Brückenschlag vom Mittelalter zur Neuzeit ist geglückt.